RC Fahrzeuge FAQ – Häufige Fragen und Antworten

Hier finden Sie Antworten auf die häufigsten Fragen rund um RC Fahrzeuge. Von Grundbegriffen wie RTR, Brushless und LiPo bis zu Versand, Rückgabe und Beratung bei Modellmarkt24 in Frutigen.

Grundbegriffe und Abkürzungen

RC steht für Radio Controlled, auf Deutsch ferngesteuert. RC Fahrzeuge werden über eine Funkfernsteuerung bedient. Der Sender in der Hand überträgt die Steuerbefehle per Funk an den Empfänger im Fahrzeug, der dann Motor, Lenkung und weitere Funktionen ansteuert.
RTR steht für Ready-To-Run, auf Deutsch fahrbereit. Ein RTR-Fahrzeug ist vollständig zusammengebaut – Fernsteuerung, Empfänger, Motor, Fahrtenregler und Servo sind bereits verbaut und eingestellt. Für den Betrieb werden lediglich ein passender Akku und ein Ladegerät benötigt, die meist separat erhältlich sind.
Kit bezeichnet einen Bausatz. Das Fahrzeug wird unfertig geliefert und muss selbst zusammengebaut werden. Elektronikkomponenten wie Motor, Fahrtenregler, Servo und Fernsteuerung sind in der Regel nicht enthalten und müssen separat gekauft werden. Kit-Fahrzeuge richten sich an erfahrene Modellbauer.
ARR steht für Almost-Ready-To-Run, auf Deutsch fast fahrbereit. Das Fahrzeug ist grösstenteils zusammengebaut, aber einige Komponenten wie Sender, Empfänger oder Akku fehlen noch. ARR-Fahrzeuge eignen sich für Fahrer, die bereits vorhandene Elektronik weiterverwenden möchten.
Der Massstab gibt an, wie gross das RC Fahrzeug im Vergleich zum echten Fahrzeug ist. Ein 1/10 Fahrzeug ist zehnmal kleiner als das Original.

Als Richtwert:
1/5 – sehr gross und schwer, meist Verbrenner
1/8 – gross, typisch für Offroad-Buggys und Monster Trucks
1/10 – der verbreitetste Massstab, für On-Road und Off-Road
1/16 und 1/18 – kleiner und leichter, für Einsteiger gut geeignet
Spielzeugqualität: Günstig, oft mit integriertem Akku und fest eingebautem Sender. Begrenzte Leistung, wenig Reichweite, nicht reparierbar und nicht aufrüstbar.

Hobby-Qualität: Austauschbare Akkus und Elektronikkomponenten, separate Fernsteuerung, deutlich mehr Leistung und Reichweite, vollständig reparierbar und aufrüstbar. Ersatzteile und Tuningteile sind erhältlich.

Modellmarkt24 führt ausschliesslich Fahrzeuge in Hobby-Qualität.

Grundlagen und Wissen zu RC Fahrzeugen

Off-Road Fahrzeuge sind für unebenes Gelände wie Schotter, Gras, Sand und Dreck ausgelegt. Sie haben grosse profilierte Reifen, höhere Bodenfreiheit und robuste Fahrwerke.

On-Road Fahrzeuge sind für glatte Oberflächen wie Asphalt und Beton optimiert. Sie haben flache Reifen, ein niedrigeres Fahrwerk und sind auf hohe Geschwindigkeit ausgelegt.
Buggy: Leichtes Offroad-Fahrzeug mit niedrigem Schwerpunkt und Offroad-Bereifung. Schnell und wendig im Gelände.

Monster Truck: Sehr grosse Reifen und sehr hohe Bodenfreiheit. Ideal für extremes Gelände und grosse Sprünge.

Truggy: Kombination aus Truck und Buggy. Vielseitiger als ein Buggy mit mehr Bodenfreiheit.

Rock Crawler: Auf extrem langsames, präzises Fahren über grosse Hindernisse wie Felsen ausgelegt. Geschwindigkeit spielt keine Rolle – maximale Traktion ist entscheidend. Ideal für Einsteiger die Präzision üben möchten.
2WD (zweiradgetrieben): Nur die Hinterräder werden angetrieben – wie bei einem Hinterradantrieb-Auto. Leichter, günstiger und für Drift-Anwendungen sehr beliebt.

4WD (vierradgetrieben): Alle vier Räder werden angetrieben. Deutlich mehr Traktion auf losem Untergrund, Sand, Schotter und im Gelände. Ideal für Offroad-Einsatz.
Was bedeutet Bashing?

Bashing bezeichnet eine Fahrweise im RC Modellbau bei der der reine Fahrspaß im Vordergrund steht. RC Fahrzeuge werden über Rampen, durch Gelände und über Hindernisse gefahren – ohne Wettbewerbsregeln oder Zeitnahme. Das englische Wort „to bash" bedeutet so viel wie „schlagen" oder „hämmern" – und beschreibt damit sehr treffend wie Bashing-Fahrer mit ihren Fahrzeugen umgehen: mit vollem Einsatz und ohne Rücksicht auf sanfte Behandlung.

RC-Bashing ist eine freiere Version des Rennens, die es dem Fahrer ermöglicht, sein RC-Fahrzeug in vollen Zügen zu geniessen. Während beim Rennsport Rundenzeiten, Regeln und Strecken zählen, geht es beim Bashing einzig um den Spass: Sprünge, Drifts, Matsch, Bordsteinkanten, Rampen – alles ist erlaubt.

Welche Fahrzeuge eignen sich zum Bashen?

Heute bieten nahezu alle grossen RC-Hersteller Fahrzeuge an die für Bashing geeignet sind – egal ob Monster Truck, Buggy, Truggy oder Street Basher. Entscheidend sind Robustheit, gute Bodenfreiheit und eine einfache Ersatzteilverfügbarkeit. Wer sein Fahrzeug beim Bashen beschädigt, sollte es schnell und günstig reparieren können.

Bei Modellmarkt24 führen wir Bashing-Fahrzeuge der bekanntesten Marken wie Traxxas, Arrma und viele weitere. Unser Team berät Sie gerne bei der Wahl des richtigen Fahrzeugs für Ihren Fahrstil und Ihr Budget.
RC Drift bedeutet das kontrollierte Schleudern des Fahrzeughecks auf glatten Oberflächen – ähnlich wie beim Drift mit echten Autos.

Für RC Drift benötigen Sie:
– Ein 2WD Fahrzeug (Hinterradantrieb) für natürliches Driftverhalten
Spezielle Slick-Reifen ohne Profil, die wenig Grip haben
– Optional: Ein Kreisel (Gyro) – ein elektronischer Helfer der das Fahrzeug während des Driftens stabilisiert
Die Geschwindigkeit hängt vom Fahrzeugtyp und der Ausstattung ab:

Einsteiger RTR-Fahrzeuge: 30–50 km/h
Hobby-Fahrzeuge mit Brushless-Antrieb: 60–100 km/h
Leistungsstarke Bashing-Fahrzeuge: 100–160 km/h
Extreme Highspeed-Fahrzeuge wie der Arrma Limitless 120 8S BLX 1/7 4WD RTR 193 km/h

Für den normalen Fahrbetrieb sind 60–80 km/h ein guter Kompromiss zwischen Fahrspass und Kontrolle.

Wusstest du? Der aktuelle Guinness-Weltrekord für das schnellste batteriebetriebene RC-Auto der Welt wurde am 19. September 2025 aufgestellt. Der britische Ingenieur Stephen Wallis erreichte mit seinem selbstgebauten Fahrzeug – genannt „The Beast" – eine offizielle Höchstgeschwindigkeit von 377,73 km/h auf dem Llanbedr Airfield in Wales. Zum Vergleich: Ein Formel-1-Fahrzeug erreicht ca. 360–370 km/h.
Traxxas – Eine der bekanntesten Marken weltweit. Sehr guter Support, viele RTR-Fahrzeuge, ideal für Einsteiger und Fortgeschrittene.

Arrma – Robust und leistungsstark. Ideal für Bashing und anspruchsvollen Offroad-Einsatz.

Tamiya – Hochwertige Kits und realistische Scale-Modelle. Bekannt für Qualität und Detailtreue.

Axial – Spezialist für Rock Crawler und Scale-Offroad-Fahrzeuge.

Team Magic – Breites Sortiment von RTR bis Wettkampffahrzeuge.

Modellmarkt24 führt alle diese Marken in unserem Sortiment.
Ab 10 Jahren (unter Aufsicht): Rock Crawler – langsam, präzise, sicher
Ab 12 Jahren: Einsteigermodelle wie Traxxas Rustler 2WD oder Arrma Granite
Ab 14 Jahren: Hobby-RC-Fahrzeuge mit Brushless-Antrieb
Ab 16 Jahren empfohlen: Sehr schnelle Fahrzeuge mit 100+ km/h

Bei Unsicherheit berät das Team von Modellmarkt24 gerne bei der Auswahl des richtigen Modells.
Ja – bei Hobby-RC-Fahrzeugen bekannter Marken ist umfangreiches Tuning möglich.

Typische Upgrades:
– Stärkerer Brushless-Motor und Fahrtenregler
– Leistungsfähigerer LiPo-Akku
– Metallische Getriebekomponenten statt Kunststoff
– Aluminium-Stossdämpfer und Dämpferbrücken
– Stärkeres Servo für präzisere Lenkung

Unsere Tuningteile für RC Fahrzeuge finden Sie hier.
Regelmässige Pflege verlängert die Lebensdauer Ihres RC Fahrzeugs erheblich und macht es zuverlässiger. Keine Sorge – die grundlegende Pflege ist einfach und auch für Einsteiger gut machbar.

Eine regelmässige Reinigung gehört ganz normal zum RC-Hobby dazu. Besonders nach Fahrten im Gelände sammelt sich schnell Schmutz an. Wenn du dein Modell sauber hältst, bleibt es länger funktionstüchtig und jederzeit einsatzbereit.

1. Direkt nach der Fahrt reinigen
Reinige dein Modell möglichst bald nach dem Fahren. Frischer Schmutz, vor allem Schlamm, lässt sich deutlich einfacher entfernen als eingetrockneter. So sparst du Zeit und Aufwand.

2. Passenden Reiniger wählen
Verwende einen Reiniger der für Kunststoff, Gummi und Metall geeignet ist. Dieser hilft Schmutz zu lösen und schützt gleichzeitig bewegliche Teile.

3. Das brauchst du
Ein Tuch oder Küchenpapier, eine Bürste und ein geeigneter Reiniger reichen völlig aus. Druckluft aus einem Kompressor ist hilfreich aber kein Muss. Am besten arbeitest du draussen oder an einem leicht zu reinigenden Ort.

4. Groben Schmutz lösen
Sprühe den Reiniger auf stark verschmutzte Stellen wie Aufhängung oder Dämpfer. Elektronik möglichst nicht direkt besprühen – kleine Spritzer sind meist unproblematisch, sollten aber nicht absichtlich getroffen werden.

5. Mit Bürste nachhelfen
Bearbeite hartnäckige Stellen vorsichtig mit einer Bürste. Der Schmutz löst sich dadurch leichter. Bei Bedarf kannst du den Vorgang wiederholen.

6. Schwer erreichbare Stellen reinigen
Mit Druckluft oder einem Pinsel kommst du auch in enge Bereiche. So entfernst du Rückstände die mit dem Tuch schwer erreichbar sind.

7. Sauber nachwischen
Wische alle zugänglichen Teile gründlich ab. Danach ist dein Modell wieder sauber und bereit für den nächsten Einsatz.

Karosserie reinigen
Die Karosserie kannst du einfach mit Wasser abspülen – im Waschbecken, unter der Dusche oder draussen mit dem Schlauch. Bei Bedarf mit einem weichen Schwamm nachhelfen. Achte darauf den Lack nicht zu zerkratzen.

Schrauben prüfen
Durch Vibrationen können sich Schrauben lösen. Ein kurzer Check nach jeder Fahrsession genügt.

Akku richtig laden
Den Akku nie vollständig entladen – am besten bereits bei ca. 20% Restladung ans Ladegerät anschliessen. So bleibt der Akku länger leistungsfähig.

Fahrzeug trocken lagern
RC Fahrzeuge am besten in einem trockenen Raum bei Zimmertemperatur lagern – nicht im Auto oder im Keller.

Das hängt vom Fahrzeug ab. Viele moderne Hobby-RC-Fahrzeuge haben einen wasserdichten oder wasserresistenten Fahrtenregler und Empfänger. Bitte prüfen Sie vor dem Einsatz bei Nässe die Angaben im Handbuch Ihres Fahrzeugs.

Nach dem Fahren in nassen Bedingungen: Fahrzeug sorgfältig trocknen, reinigen und auf Feuchtigkeit in den Elektronikkomponenten prüfen.
Beim Anfahren der Schanze läuft der Motor unter Volllast – das ist normaler Betrieb. Die eigentliche Gefahr lauert beim Landen: Sobald das Fahrzeug die Schanze verlässt, drehen die Räder frei in der Luft. Beim Landen mit gedrücktem Gaspedal drehen Motor und Räder zu schnell – beim Aufprall greifen die Reifen abrupt, was das schwächste Glied im Antriebsstrang brechen kann.

Die 3 grössten Risiken für den Brushed Motor bei Sprüngen:

1. Stromspitze beim Aufprall (Lastschlag)
Wenn der Motor plötzlich von „Leerlauf" (Räder frei in der Luft) auf „volle Last" wechselt, entsteht ein extremer Stromstoß. Brushed Motoren verschleissen durch Reibung zwischen Kommutator und Bürsten schneller als Brushless-Motoren – solche Lastschläge beschleunigen diesen Verschleiss erheblich.

2. Lager (Bearings)
Harte Landungen können Motorleitungsdrähte lösen oder Steckverbindungen beschädigen. Mechanische Erschütterungen belasten die Motorlager direkt – diese müssen absolut frei laufen, ohne ruckartige oder hängende Stellen.

3. Überhitzung durch wiederholte Belastung
Wer wiederholt Sprünge fährt und zwischendurch immer wieder Vollgas gibt, heizt den Motor stark auf – das schadet den Bürsten und dem Kommutator nachhaltig.

Empfehlungen:

Gas wegnehmen vor der Landung – der wichtigste Tipp überhaupt. Ohne Gas kann der Antrieb sich beim Aufprall frei bewegen, was den Schock auf das gesamte System minimiert.
Regelmässige Lager-Wartung – Lager mit einem Tropfen Kugellager-ÖL schmieren und auf freien Lauf prüfen.
Motortemperatur beachten – wenn der Motor heisser als ca. 60 °C wird, unbedingt stoppen und abkühlen lassen.
Upgrade prüfen – wer intensives Bashing und viele Sprünge plant, für den ist ein Brushless-Motor die langlebigere Wahl.

Fazit: Brushed Motoren können durch Sprünge kaputt gehen – vor allem durch Lastschläge bei der Landung mit Vollgas und durch Lagerüberbelastung. Mit der richtigen Fahrweise und regelmässiger Wartung lässt sich die Lebensdauer jedoch deutlich verlängern.

Elektronik und Technik

Der Motor ist das Herzstück eines RC Fahrzeugs – er treibt die Räder an. Es gibt zwei grundlegend verschiedene Bauweisen:

Brushed Motor (Bürstenbehaftet):
Stellen Sie sich vor, ein kleiner Stromübertrager aus Kohle berührt ständig einen sich drehenden Metallring – das sind die sogenannten Kohlebürsten. Sie übertragen den Strom auf den Rotor und bringen ihn zum Drehen. Das Prinzip ist einfach und günstig, hat aber einen Nachteil: Die Kohlebürsten reiben sich bei jeder Umdrehung ab – wie ein Radiergummi der mit der Zeit kleiner wird.

Je nach Motortyp und Hersteller können die Kohlebürsten geöffnet und ersetzt werden. Bei einfacheren Motoren ist der Motor versiegelt und nicht wartbar – in diesem Fall empfiehlt sich ein rechtzeitiger Ersatz des gesamten Motors bevor er ganz ausfällt. Wir beraten Sie gerne welche Option bei Ihrem Fahrzeug möglich ist.

Fahren im Nassen mit Brushed Motor:
Vorteil: Brushed Motoren sind meist robuster gegenüber Feuchtigkeit als Brushless Motoren – sie verzeihen gelegentliche Spritzwasser besser.
Nachteil: Wasser beschleunigt die Abnutzung der Kohlebürsten erheblich. Nach Nassfahrten den Motor unbedingt trocknen lassen – am besten mit Druckluft ausblasen und an einem warmen Ort trocknen. Wasser im Motor führt zu Kurzschlüssen und kann den Motor dauerhaft beschädigen.

Brushless Motor (Bürstenlos):
Stellen Sie sich vor, der Motor dreht sich durch Magnetkräfte – ganz ohne mechanischen Kontakt und ohne Verschleissteile. Genau das macht ein Brushless-Motor. Es gibt keine Kohlebürsten die sich abnutzen. Der Motor läuft effizienter, entwickelt mehr Leistung, erzeugt weniger Wärme und hält deutlich länger.

Ein Brushless-Motor benötigt allerdings einen passenden Brushless-Fahrtenregler (ESC) – die beiden Komponenten müssen aufeinander abgestimmt sein.

Fahren im Nassen mit Brushless Motor:
Vorteil: Da keine Kohlebürsten vorhanden sind, gibt es keinen feuchtigkeitsbedingten Bürstenverschleiss. Der Motor selbst ist weniger anfällig für Korrosion durch Wasser da keine Kohlerückstände entstehen.
Nachteil: Brushless Motoren haben oft Kugellager die bei Nassfahrten rosten können. Nach Nassfahrten den Motor mit Druckluft ausblasen und trocknen lassen. Bei häufigem Nassfahren empfiehlt sich ein Motorsport-Spray zum Schutz der Lager. Wichtig: Auch der dazugehörige Brushless-Fahrtenregler (ESC) muss wasserdicht oder wasserresistent sein – nicht jeder ESC ist für Nassfahrten geeignet. Bitte die Fahrzeuganleitung prüfen.

Kurz zusammengefasst:
Brushed: Günstiger, einfacher, aber Verschleiss durch Kohlebürsten – wie ein Wischblatt beim Auto das irgendwann ersetzt werden muss. Im Nassen: Bürsten nutzen sich schneller ab.
Brushless: Teurer in der Anschaffung, aber wartungsärmer, leistungsstärker und langlebiger – wie ein LED-Scheinwerfer der einfach lange läuft ohne dass man sich darum kümmern muss. Im Nassen: Lager schützen und ESC auf Wasserdichtheit prüfen.

Allgemeine Empfehlung: Wir empfehlen grundsätzlich Brushless-Systeme – sie sind langlebiger, leistungsstärker und wartungsärmer. Einsteiger die ein günstiges erstes Fahrzeug suchen, können mit einem Brushed-System starten und später auf Brushless umrüsten.

Allgemeine Empfehlung: Für den ernsthaften Hobby- und Wettkampfbetrieb sind Brushless-Systeme klar empfohlen. Einsteiger die ein günstiges erstes Fahrzeug suchen, können gut mit einem Brushed-System starten.
ESC steht für Electronic Speed Controller, auf Deutsch Fahrtenregler. Der Fahrtenregler ist das elektronische Steuergerät das die Motorgeschwindigkeit regelt und Vorwärts-, Rückwärtsfahrt und Bremsung steuert.

Er sitzt zwischen Akku und Motor und empfängt Signale vom Empfänger. Beim Kauf muss auf Kompatibilität mit dem Motor (Brushed oder Brushless) und der Akkuspannung geachtet werden.

Unser Sortiment an Fahrtenreglern und Motoren finden Sie hier.
Ein Servo ist ein kleiner Elektromotor mit Getriebe und Positionsregelung, der die Lenkung des Fahrzeugs steuert. Es dreht die Lenkanlenkung genau in die vom Sender vorgegebene Position.

Wichtige Kenngrössen:
Stellkraft in kg: Wie stark das Servo lenken kann. Mehr kg = mehr Kraft
Stellgeschwindigkeit: Wie schnell das Servo reagiert (Sekunden pro 60 Grad)

Ein stärkeres Servo ist besonders wichtig bei grösseren und schwereren Fahrzeugen.
Ein Gyro – auch Kreisel genannt – ist ein elektronischer Stabilisierungshelfer der erkennt wenn das Fahrzeug dreht, ausbricht oder die Spur verliert. Er gibt dann automatisch Gegenlenkkorrekturen vor – ohne dass der Fahrer eingreifen muss. Man kann sich das vorstellen wie einen unsichtbaren Co-Piloten der blitzschnell reagiert und das Fahrzeug auf Kurs hält.

Wo sitzt der Gyro im Fahrzeug?
Der Gyro kann sich an verschiedenen Stellen befinden – je nach System:

Im Fahrzeug eingebaut: Der häufigste Fall bei modernen RTR-Fahrzeugen. Der Gyro ist direkt auf der Platine des Fahrtenreglers (ESC) oder als separates kleines Modul im Chassis verbaut. Er ist von aussen nicht sichtbar aber immer aktiv.
Im Empfänger integriert: Einige Hersteller kombinieren Empfänger und Gyro in einem einzigen kompakten Bauteil. Ein bekanntes Beispiel ist der Flysky INR4-GYB – ein 4-Kanal 2,4GHz Empfänger mit eingebautem Gyro. Er ist spritzwassergeschützt, unterstützt Akkuspannungserkennung und ist vollständig geeignet für Drift-, Unterhaltungs- und Beschleunigungsfahrzeuge. Der Vorteil: Ein Bauteil ersetzt zwei – ideal für kompakte Einbauten.
Als separates externes Modul: Besonders im RC-Drift-Bereich verbreitet. Der Gyro wird separat im Fahrzeug montiert und zwischen Empfänger und Servo angeschlossen. Ein bekanntes Beispiel ist der Futaba GYD560 Driftkreisel.

Gyro-Systeme der bekanntesten Hersteller:

Traxxas TSM (Traxxas Stability Management): Das eingebaute Stabilitätssystem bei vielen Traxxas Fahrzeugen. Es erkennt Über- und Untersteuern und korrigiert automatisch – ideal für Einsteiger die hohe Geschwindigkeiten fahren möchten.
Arrma AVC / DSC (Active Vehicle Control / Dynamic Stability Control): Arrma nutzte früher den Begriff AVC, heute heisst das System DSC. Es stabilisiert das Fahrzeug automatisch und macht besonders schnelle Fahrzeuge wie den Arrma Infraction kontrollierbarer.
Flysky SVC (Stability Vehicle Control): Die SVC-Funktion nutzt den integrierten Gyro um Lenkung und Gas intelligent zu steuern – für stabile Fahrt auch auf unebenem Untergrund oder bei scharfen Kurven. Verfügbar beim Flysky INR4-GYB Empfänger in Kombination mit kompatiblen Flysky Noble-Sendern.
Externer Gyro (z.B. Futaba GYD560): Wer ein Fahrzeug ohne eingebautes System hat, kann einen separaten Gyro nachrüsten. Im RC-Drift-Bereich ist das Standard.

Fazit: Ob direkt im ESC, im Empfänger oder als separates Modul – ein Gyro-System macht RC Fahrzeuge stabiler und einfacher zu fahren. Besonders für Einsteiger ist ein Fahrzeug mit integriertem Stabilitätssystem eine klare Empfehlung.
Moderne RC Fernsteuerungen arbeiten auf der 2,4-GHz-Frequenz. Dieses System wählt automatisch einen freien Kanal und verbindet sich mit dem Empfänger.

Vorteile:
– Störungsresistenter als ältere Systeme
– Mehrere Fahrer können gleichzeitig ohne gegenseitige Störungen fahren
– Reichweite typischerweise 300 bis 500 Meter

Unser Fernsteuerungs-Sortiment finden Sie hier.

Akkus und Ladegeräte

LiPo steht für Lithium-Polymer. LiPo-Akkus sind die am häufigsten verwendeten Akkus im RC-Bereich. Sie sind leicht, haben eine hohe Energiedichte und können hohe Ströme liefern.

Wichtige Sicherheitshinweise:
– Immer mit einem geeigneten LiPo-Ladegerät laden – niemals mit einem normalen Ladegerät
Nie vollständig entladen: Wenn der Akku unter 3,0 Volt pro Zelle fällt (sogenannte Tiefentladung), wird er dauerhaft beschädigt
– Bei sichtbarer Beschädigung oder Aufblähung: Akku nicht mehr verwenden – es besteht Brandgefahr
– Akku bei Zimmertemperatur lagern, nie in der Sonne oder im heissen Auto
Die S-Anzahl gibt an, wie viele Zellen der Akku hat. Mehr Zellen = mehr Spannung = mehr Leistung.

Eine einzelne Zelle hat eine Nennspannung von 3,7 Volt:
2S = 2 Zellen = 7,4 Volt
3S = 3 Zellen = 11,1 Volt
4S = 4 Zellen = 14,8 Volt
6S = 6 Zellen = 22,2 Volt

Wichtig: Fahrzeug und Fahrtenregler müssen für die verwendete S-Anzahl ausgelegt sein. Im Zweifelsfall bitte die Fahrzeuganleitung prüfen.
Der C-Wert gibt an, wie viel Strom der Akku abgeben kann.

Ein hoher C-Wert bedeutet: Der Akku kann viel Strom auf einmal liefern – wichtig wenn der Motor bei Vollgas sehr viel Strom benötigt. Ein zu niedriger C-Wert führt dazu, dass der Akku überhitzt und schnell altert.

Als Richtwert:
25C bis 50C: Ausreichend für normale Hobby-Fahrzeuge
50C bis 100C: Für leistungsstarke Brushless-Fahrzeuge
100C und mehr: Für Wettkampffahrzeuge mit sehr hohem Stromverbrauch
Laufzeit: Als Richtwert ermöglicht ein 5000mAh LiPo-Akku bei normalem Fahrstil etwa 20–40 Minuten Fahrzeit. Bei Vollgas und anspruchsvollem Gelände verkürzt sich die Laufzeit deutlich. Ein zweiter Akku ermöglicht unterbrechungsfreies Fahren.

Ladezeit: Als Faustregel gilt: Bei einem Ladestrom der der Akkukapazität entspricht dauert das Laden ca. 1 Stunde. Beispiel: Ein 5000mAh Akku mit 5 Ampere Ladestrom ist nach ca. 1 Stunde geladen.

Schnelleres Laden ist möglich, verkürzt aber die Lebensdauer des Akkus.

Versand, Rückgabe und Kontakt

Bei Modellmarkt24 gilt folgendes Versandmodell:

Versandpauschale: CHF 10.90 pro Bestellung
Ab CHF 130.00 Warenwert: Versand kostenlos – die Pauschale von CHF 10.90 entfällt
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Ja – das Team von Modellmarkt24 berät Einsteiger und erfahrene RC-Fahrer gerne bei der Auswahl des richtigen Fahrzeugs, der passenden Elektronik und des geeigneten Zubehörs.

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